der grösste himmel

 

there was a time/ a wind that blew so young/ for this could be the biggest sky/ and i could have the faintest idea… david bowie, this is not america

 
erzählung, 2016, 130 seiten

 

andreas ist weit weg. aeneas will nur spielen. dido, protagonistin aus echtzeitleben und h. wie heimatfilm, erzählt eine geschichte.
coming of age, pop und roadmovie sind die folie, vor der die protagonistin einen ort in der welt sucht, an dem sie ganz sie selbst sein kann. gibt es einen himmel, der nicht kleiner wird, wenn man ihn lange anschaut?
die leseprobe (12 seiten im manuskriptformat) beinhaltet den prolog und die anfänge der drei teile, aus denen die erzählung besteht. orte der handlung sind berlin im winter 2015/16 sowie göttingen und lewisville/north carolina im sommer und herbst 1996.
 
synopsis:
teil eins. während ihr freund ein studiensemester im ausland verbringt, treibt dido mit charly, kurt, aenas und ein paar anderen durch die lange nacht. das, was da mit ihr und aeneas läuft, lässt sich nicht wirklich als affäre bezeichnen, doch es stellt ihr leben auf den kopf. davon zu erzählen, während es geschieht, scheint der einzige ausweg. also schreibt dido es auf.
teil zwei. die geschichte, die dido zu erzählen begann, entwickelt ihre eigene dynamik. die grenze zwischen fiktion und realität ist aufgehoben. dabei nicht den verstand zu verlieren, erscheint unmöglich. also unternimmt dido eine reise.
teil drei. dido ist in amerika. dort sind andreas, mrs. vermeer, uschi und kevin mit den cowboystiefeln. andreas und dido fahren durch die wüste. über der wüste ist der himmel sehr gross und sehr leer. dido kommt zurück nach göttingen und erkennt, dass es keinen sinn macht, zwischen leben und schreiben zu unterscheiden. also hat die erzählung ein offenes ende.
 

leseprobe: der grösste himmel

 
prolog
berlin, dezember 2015
eine postkarte, die aus einem buch herausflattert. die bildseite zeigt eine unspezifische wüstenlandschaft in zu grellen farben. ein schwarzer strich teilt die andere seite in zwei hälften. auf der rechten hälfte markiert ein kästchen den platz, der für die briefmarke vorgesehen ist. in der linken oberen ecke steht, so klein gedruckt, dass es kaum zu lesen ist: desert country I grants I new mexico. die karte ist unbeschrieben.
das buch, ein weisses dtv-taschenbuch mit zerknickten ecken: oriana fallaci, wenn die sonne stirbt. weil uns der titel nichts sagt, soll es mit anderen ausgelesenen thrillern und verstaubten eintagsfliegen in eine kiste, zum mitnehmen.
ein zweiter blick auf die postkarte, auf das buch: deins oder meins? meins nicht, sagst du. muss deins sein.
und dann kommt eine erinnerung, und die hat, so scheint es zunächst, weder mit der postkarte noch mit dem buch etwas zu tun: ich sitze an einem flügel in einem zimmer mit geblümter tapete und spüre an den nackten füssen einen hochflorigen teppichboden. ich weiss, dass der flügel verstimmt ist, weil nie jemand auf ihm spielt. vor mir, auf seinem angestaubten rücken, stehen fotos: eine frau unbestimmten alters mit einem pferd. die frau lacht und das bild ist schwarz-weiss. zwei junge, elegant gekleidete männer, sie lachen ebenfalls und beide haben blondes haar.
this is not america, sha la la la la…
die frau mit dem pferd. vielleicht beginnt die geschichte mit ihr. weil es sie wirklich gegeben hat, brauche ich ihren echten namen. ich erinnere mich nur, dass es ein ungewöhnlicher name war, so gar nicht typisch südstaaten, eher europäisch, fenchel, wie das gemüse. oder fehmarn, wie die insel. ich habe ihren namen sicherlich aufgeschrieben, so wie ich damals, während der reise, einiges aufgeschrieben habe.
ganz oben, unter einer dicken staubschicht, steht der karton mit notizen. bevor ich die leiter ans regal schiebe, bringe ich die kiste ausgemusterter bücher runter auf die strasse. sie landen im berliner wintersonnenschein und hoffen auf ein neues leben bei den nachbarn. das angeknickte taschenbuch mit dem pathetischen titel bleibt hier. ich lege es auf den schreibtisch. dazu die wüstenpostkarte. und eine halbe stunde später liegt daneben ein blaues notizbuch, a5 format, fester einband, von vorne bis hinten eng mit kugelschreiber beschrieben. auf dem schmutzblatt steht:
a. & a. 1996
und noch eine halbe stunde später weiss ich, dass ich die geschichte, die ich erzählen will, bereits vor zwanzig jahren einmal erzählt habe. und dass die frau, nach deren namen ich vorhin suchte, sie heisst tatsächlich vermeer, darin nur eine, wenn auch bislang unterschätzte, nebenrolle spielt.
 
teil eins: aeneas
göttingen, august 1996
sie sind um mitternacht verabredet, kurt, charly, dido und aeneas. kurt und dido warten bis kurz vor eins in der tangente. die musik ist scheisse, sie wollen gerade gehen, woanders was besseres suchen, da trefffen sie vor der tür charly und aeneas. er, total komisch drauf, setzt sich gleich ab, will nicht tanzen, will in irgendeiner kneipe allein einen kaffee trinken. die anderen gehen dann, weil überall nichts los ist, zu dido. sie hören den trainspotting-soundtrack und reden übers fixen, obwohl sie nur gras haben. sie stehen damit am fenster, charly und dido, kurt natürlich nicht.
mr. drogenfrei sagt: „wenn ich mich umbringe, dann mit heroin. nur ein schuss. nur ein rausch. aber ein richtiger.“
dido sagt: „wenn ich mich umbringe, dann im schnee. ich gehe raus und lasse mich wegtreiben im schnee.“
charly kichert: „ich bin schon tot.“
„was findest du eigentlich an aeneas“, fragt kurt.
dido weiss nicht, ob er sie oder charly meint. charly zuckt die schultern, das kann sie total nonchalant. „ich kenne ihn halt so lange. wir ficken ab und zu.“
dido sieht an kurts blick, dass er charly auch ab und zu ficken möchte. jetzt steht charly auf und beginnt zu golden years zu tanzen. sie dreht sich so und dido denkt, dass sie geil aussieht.
don’t let me hear you say life’s taking you nowhere, angel…
kurt sagt: „bowie ist als sänger scheisse. er klingt wie ein ziegenbock.“
dido sagt: „das tut dylan auch.“
„aber das ist was ganz anderes“, sagt kurt. „dafür, als schauspieler ist bowie super.“
„lawrence von arabien“, sagt charly.
kurt und dido korrigieren sie nicht, weil sie erst übermorgen zwanzig wird, und da muss man sowas vielleicht nicht wissen.
später landen sie doch wieder in der tangente. kurt nörgelt, weil ihm die musik nicht gefällt. und dann ist er weg. charly auch. dido steht lange allein an der tanzfläche. dann sieht sie charly und aeneas, wo auch immer der jetzt herkommt. die köpfe zusammengesteckt, wie wegen der lauten musik. als sie dido bemerken, kommen sie zu ihr. unverbindliches blabla. charly tanzt aufreizend. aeneas und dido gucken ihr zu. und küssen sich.
„ich verabscheue solches ausgehen zu dritt.“
das sagt er, genau so. dido bemüht sich, den rest der nacht locker drauf zu sein (gelingt ihr nicht). und als sie geht, sieht sie kurt. der steht da und sieht so aus, als wenn er ihnen die ganze zeit über zugesehen hat.
anfang und ende, das ist immer das schwierigste. der mittelteil entwickelt sich selbstständig, ohne ihr zutun, sie kann mitschreiben, das geschehen folgt der grammatik ihres denkens. der anfang ist problematisch, weil er als solcher erkannt und benannt werden muss. zu viele geschichten finden statt und werden nicht geschrieben, weil der anfang nicht bemerkt wird. und das ende muss gesetzt werden. es gilt, irgendwann den passenden schlusssatz zu finden. zu viele geschichten sind endlos. zu viele geschichten sind sich der einfachsten regeln nicht bewusst. dann geschieht, aus mangel an aufmerksamkeit, aus mangel an mut, aus faulheit und angst das, was man später irgendwie leben nennt. sie sind um mitternacht verabredet, kurt, charly, dido und aeneas. seit diese geschichte damit begonnen hat, denkt sie über den möglichen schlusssatz nach.
„völlige scheisse, was du da machst.“
das ist kurt am telefon. am nächsten nachmittag. didos versuch, sein zustimmendes schweigen mit erklärungen zu erkaufen, scheitert da gerade kläglich.
„es bedeutet mir nichts“, lügt sie.
„und warum tust du es dann?“
was hat sie erwartet? dennoch, der harte realismus in seiner aussenseiterstimme zerschlägt etwas in ihr.
„ich mag ihn. und ich mag dich. und ich finde, du kannst so’ne scheisse nicht bauen. das hat er echt nicht verdient.“
und dann kommt die lakonische aussage, die es auf das reduziert, was es ist: „andreas ist gerade mal zwei wochen in amerika. und du suchst dir den nächsten.“
[…]  
 
teil 2: dido
göttingen, september 1996
oh life, it’s bigger / it’s bigger than you / and you are not me…
sie sieht ihn an der verspiegelten säule in der nähe der bar. er hat die hände in den hosentaschen, den kopf leicht zurückgeneigt, so dass er die vibrationen der bässe in rücken und hinterkopf spüren muss.
every whisper / of every waking hour / i’m choosing my confessions / trying to keep an eye on you… als er die augen öffnet und dido durch den raum hindurch ansieht – sein blick braucht ihren nicht zu suchen, ganz so, als sei sein zurücklehnen nur ein moment der entspannung zwischen zwei phasen der beobachtung gewesen – erst da erkennt sie ihn und erschrickt. er ist ein traumbild, das sich entgegen aller regeln der vernunft im moment des aufwachens nicht verflüchtigt. er ist so wirklich, wie alles andere im raum. die beschlipsten, einander zuprostenden kerle an der bar. die im strobe marionettenhaft zuckenden leiber der tanzenden. der blonde junge im hintergrund, mit dem rücken zur tanzfläche an den grossen spiegel gekreuzigt. er verdeckt mit seinem körper den des mädchens, die, ihre hände in seinen gesässtaschen, seinen unterleib rhythmisch zu sich heranzieht und von sich stösst. christus in bluejeans. ein langes stück weisser asche fällt in zeitlupe von der zigarette, die er zwischen zeige- und mittelfinger seiner rechten hand vergessen hat, und zerstaubt, bevor es den vibrierenden metallboden erreicht. und die dicke da, die, am rand der tanzfläche schaukelnd, der kreuzigung zusieht. deren büstenhalter sich im schwarzlicht durch ihr t-shirt abzeichnet als läge er aussen, ihre masse nur notdürftig zusammenhaltend. jeden moment wird sie zerlaufen, eine pfütze mit fettaugen, in der die tänzer plantschen. dido stolpert die wenigen stufen herunter, bahnt sich einen weg in richtung klo, eilt mit vor den mund gehaltener hand durch eine der kabinentüren und erbricht galliges in die schmutzige schüssel. sie hat nicht hinter sich abgesperrt. als jemand reinkommen will, würgt sie mit einem weiteren mund voll galle ein verpiss dich! hervor, versetzt der tür einen tritt und lehnt sich mit dem rücken dagegen.
eigentlich sollte sich alles drehen. das tut es aber nicht. sie steht ganz fest auf dem kachelboden. drückt ihren rücken gegen die tür. sieht die schwarzen fussspuren auf den feuchten kacheln. klopapierfetzen, zertretene kippen, eine geköpfte bierflasche, deren klaffender hals smaragden glitzert. reste ihres erbrochenen an der innenseite der schüssel. es stinkt sauer und nach altem urin. vor der tür beginnt jemand zu quengeln. von entfernt dröhnt das monotone hämmern der bässe und versetzt alles in vibration. wie ein herzschlag, der in den fingerspitzen, in den schläfen, hinter den augen pulst. sie beginnt, den rhythmus mit den flachen händen gegen die klotür zu schlagen. die kabine wächst, streckt sich, die wände rücken auseinander. die kloschüssel ist immer weiter entfernt und steht endlich vereinzelt in einem raum unwahrscheinlicher proportionen. dido macht zwei schritte nach vorne. dann schnurrt auf einmal alles wieder zusammen und sie stösst mit den ellenbogen an schmutzige wände. sie erkennt die szene natürlich sofort. wie passend, genau diese stimmung. ewan mcgregor taucht durch die schüssel in eine unterwasserwelt, in der ihm seltsamerweise keine fische begegnen. und keine nixen.
„wird’s noch?“ kommt die quengelnde stimme von draussen.
dido wischt sich den mund ab und drängt sich an einem angewiderten gesicht vorbei zum spiegel. der anblick ist enttäuschend unspektakulär. sie sieht weder sonderlich krank noch sonderlich breit aus. wahrscheinlich hat ihr das kotzen gut getan. sie klatscht sich kaltes wasser ins gesicht und spült den scharfen geschmack aus ihrem mund. dann geht sie zur bar, bestellt ein weiteres bier und singt, während sie wartet, laut mit. that’s me in the corner / that’s me in the spotlight / losing my religion…
[…]  
 
teil drei: andreas
lewisville, north-carolina, oktober 1996
die ganze nacht, den ganzen tag das zirpen der zikaden. und vögel, ihre fremden stimmen. ein neugieriges squirrel im garten. schmetterlinge soll es geben, grösser als eine menschenhand, aber die werden jetzt weniger, sagt andreas. und riesige spinnen. vorhin hat sie eine vor der haustür im laub gesehen, fast wie eine vogelspinne. in der dämmerung sei mit schwärmen von glühwürmchen (lightning-bugs) zu rechnen.
das haus von mrs. vermeer liegt, umgeben von grossen alten bäumen, die anders aussehen als die bäume in göttingen, an einer strassenbiegung in hügeligem, bewaldetem land. der rasen ist gestutzt, doch die büsche wuchern wild. die blumen in den kübeln sind verdorrt. überall spinnweben. herbstliche vegetation, gelbe, braune, tiefrote, fallende blätter. gerade hat es kräftig geregnet, jetzt hängen schwaden zwischen den bäumen, es tropft und rinselt.
das haus befindet sich im dämmerzustand. altrosa teppich verschluckt die schritte. die wände sind ebenso rosa tapeziert, nur im wohnzimmer dunkelblauer grund mit grossen, pastellfarbenen blumen und dazu passende, auf dem boden aufliegende vorhänge. dido setzt sich an den ovalen esstisch. dunkles holz, die ränder angestossen. neben ihr stapeln sich briefe, die meisten ungeöffnet, und kataloge, die werden hier abgelegt, damit im postkasten jeden tag genug platz für die nächste ladung ist. über dem tisch ein rosagoldener porzellankronleuchter mit spitz zulaufenden glühbirnen. ihr gegenüber, an der längsseite des raumes, eine anrichte aus besseren zeiten. darauf, zu beiden seiten eines spiegels mit plastikrahmen, zwei künstliche blumensträusse in schlichten glasvasen, passend zum blumenmuster der tapete. von den sechs hochlehnigen esszimmerstühlen, country-style, sind zwei kaputt.
durch eine grosse flügeltür geht sie in den nebenraum. vier stiche zeigen segelschiffe auf stürmischer see an ansonsten kahler wand, darunter ein modernes aber durchgesessenes sofa. an der anderen wand vier pferdebilder. ein verstimmtes klavier, ein tv-video-set und ein tisch, vollgestellt mit familienfotos: hochzeit, schule, glück. eine lachende frau neben einem pferd. dieselbe frau beim springreiten in schwarz-weiss. zwei strahlende junge männer in anzug und krawatte, breites amerikaner-grinsen unter blondem haar. die söhne? ausser dem verstimmten klavier auf der anderen seite des raumes ein ebenso verstimmter flügel, der rücken stumpf und das elfenbein gelb und rissig. dido schlägt ein paar tasten an. scheppernde wehmut. oder sogar ein bisschen trotz. die blechern ächzende parodie eines flügels. so ist das ganze haus. wie mit einer feucht gewordenen staubschicht überzogen. als wäre alles wirkliche geschehen, alles leben, irgendwann vor jahrzehnten stehen geblieben und von einer inhaltslosen zeit überholt worden.
dido sah mrs. vermeer kurz gestern, nach ihrer ankunft, und heute früh, wieder nur im vorübergehen. eine älter wirkende endfünfzigerin, kräftig gebaut, nicht geschminkt, keine lady, aber auch keine schlampe. das gesicht weich und müde. die stimme leiernd, mit einem humorvollen oder zumindest ironischen unterton.
so happy to have you here. finally. you and your handsome fiancé.
sie nimmt medikamente, sagt andreas. sie ist besitzergreifend. sie verleibt sich einen ein, wenn man das zulässt. biete ihr bloss nicht an, ihr im garten zu helfen, sonst müssen wir das alle. schau dir mal ihr zimmer an, wenn sie weg ist. da liegt alles, wirklich alles, kniehoch auf dem boden und die schränke sind leer.
dido wird sich das zimmer von mrs. vermeer nicht ansehen. und sie wird ihr auch nicht anbieten, ihr bei der gartenarbeit zu helfen.
sie kocht nie, sagt andreas. wenn sie von der arbeit nach hause kommt, packt sie sich ein fertiggericht in die mikrowelle, isst stumm, und geht dann immer sofort in ihr zimmer. wenn wir kochen, sagt er, dann rümpft sie die nase, egal, wie gut es riecht. it smells, sagt sie.
ausser andreas wohnt uschi aus augsburg für ein paar monate bei mrs. vermeer. sie ist auch medizinstudentin, tochter eines bekannten neurologen, will psychiaterin werden und geht andreas inzwischen reichlich auf die nerven. und dann ist da noch kevin. er hilft mrs vermeer bei ihren pferden. kevin ist einen halben kopf kleiner als dido, trägt cowboystiefel und cowboyhut, wirkt etwas verlangsamt und spricht einen schwer verständlichen südstaatenakzent.
„snakeskin.“
dido ist gerade aufgewacht und will pinkeln. da steht er im badezimmer. er trägt seine stiefel, sonst nichts. sein po ist haarig, ein dichter blonder flaum läuft von der ritze den rücken hinauf. als er sie bemerkt, dreht er sich um. er hat seinen schwanz in der hand und grinst sie an.
„snakeskin“ sagt er ein zweites mal und schüttelt einen fuss, damit sie begreift.
„you lick ´em?“
sein aftershave schlägt ihr so intensiv entgegen, als habe er sich von oben bis unten damit eingenebelt. herb und etwas süsslich zugleich, mit einer deutlichen lakritznote. sie zieht die badezimmertür von aussen zu.
die szene ist hinterher keinem von ihnen peinlich, so, als gehören nackte cowboys hier zum alltag. dido weiss nur nicht, ob er lick oder like gesagt hat.
die pferde übrigens scheinen ebenso aus einer anderen zeit zu stammen wie alles hier. zwei klapprige alte gäule, sagt andreas, nix zum reiten.
[…]

 
 
 
bild oben: susanne soldan